Das MPC-Clubleben von Nord nach Süd

Regionalkreis: Süd/München

MPC Regionalkreis Süd zu Gast bei RUF-Automobile in Paffenhausen:

Hier sind Traum-Sportwagen und E-Mobil kein Widerspruch

 

Pfaffenhausen, 15. Juli 2006. Vor dem Empfangspavillon stand ein knallroter RUF CTR 3, als die Besuchergruppe des Regionalkreises Süd dort eintraf. Wobei das nüchterne Kürzel für Uneingeweihte nur höchst unzureichend wiedergibt, wes Geistes Kind dieser Sportwagen der Superlative ist. Da wird aber schnell klar durch die Art, wie Alois Ruf (59) seine Ideen, sein Geschäftmodell und speziell die jüngste Kreation seines Unternehmens Ruf-Automobile präsentiert. Uneitel, aber selbstbewusst, ruhig und überlegt, dabei aber vor Begeisterung sprühend und in den Gedanken temperamentvoll, erzählte er über die Flunder, die er noch an diesem Abend an ihren Käufer, einen Griechen mit offenbar dem nötigen Kleingeld, ausliefern würde.

 

Rufs CTR 3 hat wohl nach wie vor leichte Anklänge an bekanntes Porsche-Design, ist indessen eine völlig andere Konstruktion, die sich insbesondere durch kompromisslose Mittelmotorbauweise auszeichnet. Ist schon der optische Eindruck schlicht überwältigend, so verschlägt es einem beim Betrachten der technischen Daten schlicht den Atem: 515 kW (700 PS) entlocken die Ruf-Mannen dem aufgeladenen 3,8 Liter-Boxermotor. Bei 4.000 U/min wuchtet die Kurbelwelle souveräne 890 Nm Drehmoment. Da das gesamte Wunderwerk gerade mal 1.400 kg wiegt, entspricht das einem Leistungsgewicht von zwei Kg/PS, weshalb man über über Werte wie 0 auf 100 in 3,2 Sekunden und Topspeed 375 km/h zwar stauen mag, verwundern tun sie aber nicht. Eine klitzekleine Kostprobe lieferte Ruf, als er davon fuhr, um das Traumauto abzuliefern: In dezenter Fahrt absolvierte er eine Ehrenrunde im Kreisverkehr vor seinem Betrieb an der Ortsausfahrt, dann gab er dezent, aber hörbar Gas und verschwand im Abendlicht.

 

Etwa 25 Exemplare (Verkaufspreis 420.000,- €) des CTR 3 baut Ruf im Jahr – das sorgt auch in Tagen der weltweiten Wirtschaftskrise für die Auslastung dieses Geschäftszweiges. Ruf bearbeitet aber noch zwei weitere Geschäftsfelder: In der Manufaktur mit einer geräumigen Werkstatt und zwei Motorenprüfständen werden Veredelungen und Leistungssteigerungen an Porsche-Fahrzeugen vorgenommen.

 

Und in einem weiteren Betrieb arbeiten hoch spezialisierte Enthusiasten an der Restaurierung historischer Porsche-Modelle. Wunderschöne alte Autos stehen da, etwa ein schwarzes Super 90 Cabrio, oder einer der ersten 901, wie der Elfer zunächst wegen einer Namensrechts-Angelegenheit hieß. Aber auch erbarmenswürdige Fragmente kann man sehen, aus denen die Fachleute binnen zweier Jahre quasi Neuwagen herstellen. Aber streng unter Verwendung der geretteten ursprüngliche Teile.

 

Ein Highlight mussten die sympathischen Unterallgäuer uns schuldig bleiben: den eRUF Greenster. Der sorgt im Zuge des derzeitigen Elektro-Hypes für so viel Interesse und Aufsehen, dass er von einer Ausstellung zur anderen tingeln muss. Der eRUF Greenster basiert auf dem aktuellen Porsche 911. Unter der Haube sorgt ein Drehstrommotor für Vortrieb, der anstelle des Sechszylinder-Benzinmotors im Heck des 911ers sitzt. Der Elektromotor leistet 270 Kilowatt, das entspricht 367 PS und er bietet bis zu 950 Nm Drehmoment, praktisch aus dem Stand. Mit dem Elektroantrieb beschleunigt der eRuf in fünf Sekunden von Null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Die für das Jahr 2010 geplante Kleinserie wird mit einem Doppelmotorkonzept arbeiten, dem innovativen integralen eDrive. Und wenn man Alois Ruf auf das Thema Energiebilanz anspricht, hat er eine klare Antwort parat: „Ich mache meinen Strom selbst – in unserem Wasserkraftwerk.“ Der Mann denkt viel weiter, als es der Donnerbolzen vor dem Empfangspavillon hätte erwarten lassen.

 

 

 
MPC München in Pfaffenhausen

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„Runde Geburtstage“

 

26. August 2010:

Dr. Horst Avenarius 80

4. September 2010:

Karl Johannes Richter 90

8. September 2010:

Dr. Wolfgang Riecke 60

7. Oktober 2010:

 

Hubert Koch 60

8. Oktober 2010:

 

Günter Hoffmeister 60

20. November 2010:

 

Uwe Gabler 60

16. Dezember 2010:

 

Ingrid Langeveld 70

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