MPC-Historie

Seit 1948 – der richtige Gedanke im richtigen Moment


Gründerväter (v.l.n.r.): Ernst Rosemann, Ernst Hornickel, Emil E. Zogbaum, Herbert Bahr, Heinrich Kluth, Paul Schweder, Joachim Fischer.

„Ein Klub ist eine freiwillige Vereinigung zur Pflege bestimmter Interessen mit fester Mitgliedschaft, vornämlich in örtlichen Gruppen. Geselliger Kontakt zwischen den Mitgliedern ist meist wesentlich" so definiert der Brockhaus jene Form eines freundschaftlichen Kreises, zu dem sich im Dezember 1948 in München eine Handvoll Motorjournalisten beschlossen, den Motor Presse Club ­kurz MPC - aus der Taufe zu heben.

 

Dass die Gründungsväter damals die britische Variante mit dem "C" wählten, und damit bewusst auf den deutschen "Klub" verzichteten, mag nicht nur mit der gerade überlebten Vergangenheit, sondern auch mit der Erkenntnis zu tun gehabt haben, dass die hier versammelten Individuen nach zwölf Jahren verordneter Gleichschaltung jedem Ansatz von Vereinsmeierei zutiefst kritisch gegenüberstanden.

 

Der MPC wurde von Individualisten aus der Taufe gehoben - Motorjournalisten, Vertretern der Motorsportverbände und den Sprechern einer nur rudimentär vorhandenen Autoindustrie, denen allen eines gemeinsam war: Der Wunsch, die vielen individuellen Probleme gemeinsam zu lösen, sich zu verstehen und sich zu helfen.

 

Es muss in Zeiten, in denen VW mit ganzen 19.244 gebauten Käfern Deutschlands größter Autoproduzent war, während Ferry Porsche gerade seinen ersten Wagen baute, ein mutiger Schritt gewesen sein, einen derart elitären Club zu gründen, für dessen Mitgliedschaft der Eleve nicht nur drei Bürgen benötigte, sondern auch ein sogenanntes Hospitanten-Jahr zu absolvieren hatte, bis er (mit dem wohlwollenden Nicken der anderen) zum Voll-Mitglied mutierte.

 

Doch die Idee funktionierte - weil es den Protagonisten der ersten Stunde ernst war mit dem Gedanken der gegenseitigen Hilfe inmitten eines geselligen Rahmens, der ernste und heitere Gespräche auf das Vortrefflichste zusammenhielt.

 

Natürlich hat sich der MPC über die Jahre und Jahrzehnte hinweg immer wieder mit seinem Selbstverständnis beschäftigt: Sah er in seiner ersten Satzung noch "die Vertretung der Interessen seiner Mitglieder" als vorrangiges Ziel, so wandelte sich dies im Laufe der Zeit in die Aufgabe, "mit Journalisten und Publizisten durch aufklärende und beratende Tätigkeit die Sicherheit im Straßenverkehr zu fördern."

 

Mit dieser Wandlung reagierte der MPC auf die großen Veränderungen, die die Branche in den vergangenen sechs Jahrzehnten vollzog: Aus der Handvoll deutscher Häuser, die ihre Fahrzeuge in teilweise homöopathischen Stückzahlen von Hand fertigten, wurden globale Unternehmen, die weltweit agieren - während ausländische Unternehmen mit ihren Produkten zu uns kamen, um den edlen Wettstreit um die Gunst der zahlungskräftigen deutschen Kunden aufzunehmen. Heute gilt die Bundesrepublik als einer der härtesten Märkte der Welt ­ und es heißt nicht umsonst: "Wer seine Fahrzeuge hier verkaufen kann, kann sie weltweit verkaufen".

 

Parallel mit der Explosion der Marken, der Fahrzeuge und der Daten nahm auch die Berichterstattung in einem Umfang zu, den sich die Väter des MPC nie hätten vorstellen können. Bis zu 150 Präsentationen finden derzeit jährlich rund um die Welt statt ­ Ereignisse, die vom lokalen Radiosender über eine nie geahnte Vielfalt von Fachzeitschriften und Tageszeitungen bis hin zu früher unbekannten Life-Style-Magazinen und Informationsdiensten begleitet werden.

 

Kein Zweifel, die Aufgaben der Journalisten, aber auch der sie begleitenden Industrievertreter haben sich explosionsartig vermehrt zumal sich nun auch - neben der reinen Produktvorstellung - die Verkehrspolitik mit der sie begleitenden Umweltdiskussion hinzugesellt hat.

 

Der MPC kann und will in dieser stetig komplizierter und technischer werdender Welt nicht die Rolle spielen, seine Mitglieder nach außen hin zu vertreten - dazu divergieren die Interessen seiner Mitglieder viel zu sehr. Der MPC sieht sich aber - in einer Branche, in der unterschiedliche Vorstellungen und Wünsche aufeinander­prallen - als neutrale Plattform, auf der sich alle Beteiligten auf der Basis eines freundschaftlichen Miteinanders austauschen können.

 

Und wahrscheinlich ist gerade dies der Grund, warum die Clubabende der Regionalkreise und die großen Veranstaltungen wie der Abend "Der MPC lädt ein" anlässlich der IAA in Frankfurt oder die Jahreshauptversammlungen so gerne und so intensiv als kollegiale Treffpunkte und als Chance, neue Menschen kennenzulernen, genutzt werden.

 

Und so gibt es zwischen dem MPC in seiner Ur- und in seiner heutigen Form - trotz aller gewandelten Umstände ­ noch eine entscheidende Gemeinsamkeit: Wie eh und je besteht der Wunsch, sich kennenzulernen, individuelle Probleme zu lösen und sich gegenseitig zu verstehen und zu helfen. Eine Chance, die derzeit von 270 Mitgliedern und einer stetig wachsenden Zahl von Gästen wahrgenommen wird - und die ein überzeugender Beweis dafür ist dass die Gründungsmitglieder mit ihrem eher anglophilen Gedanken eines Clubs zum richtigen Moment den richtigen Gedanken hatten.

PDF-Datei Geburtstage 2010


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Neue MPC-Mitglieder:

Markus Bolsinger

Fotograf, Esslingen

Jürgen Book

Kommunikation Autoreparaturlacke, Glasurit GmbH, Münster

Dr. Walter Börmann,

Leiter Kommunikation + PA, VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V., Frankfurt.

Dino Eisele

Fotostudio Dino Eisele, Stuttgart,

Björn Kroll

Verlagsleiter, Chefredakteur Kroll Verlag, Seefeld,

Bernd Ostmann

Chefredakteur auto motor sport, Stuttgart

Jörg Plathner

Geschäftsbereichsleiter Automobil, Motor Presse Stuttgart,

Tim Ramms

Leiter Digitale Medien, Motor Presse Stuttgart,

Dr. Friedrich Wehrle

Geschäftsführer, Motor Presse Stuttgart

Matthias Wissmann

Präsident VDA, Verband der Automobilindustrie e.V., Berlin,

 

 

 

 

 

 

„Runde Geburtstage“

 

26. August 2010:

Dr. Horst Avenarius 80

4. September 2010:

Karl Johannes Richter 90

8. September 2010:

Dr. Wolfgang Riecke 60

7. Oktober 2010:

 

Hubert Koch 60

8. Oktober 2010:

 

Günter Hoffmeister 60

20. November 2010:

 

Uwe Gabler 60

16. Dezember 2010:

 

Ingrid Langeveld 70

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